Soziale Ungleichheit und die Möglichkeiten der Medienpädagogik

Im folgenden Beitrag analysiert Niesyto die Frage sozialer Ungleichheit, Bildungsbenachteiligung und soziokultureller Unterschiede in der Nutzung digitaler Medien bei Jugendlichen. Die Mehrzahl an schulischen Bildungsangeboten, die sich selten an den medialen Lebenswelten der SchülerInnen orientieren, heben diese Disbalance nicht auf, sondern verstärken sie.

Was fehlt, sind Angebote, die das soziale Umfeld der SchülerInnen in den Mittelpunkt für das Medienhandeln stellen. In diesem Sinne wird Medienhandeln als soziales Handeln verstanden. Denn die sozialen Beziehungen werden von den Jugendlichen mittels Medien gestaltet und organisiert. Dabei spielen präsentativ – sympolische Ausdrucksformen wie Bilder und Musik eine tragende Rolle.

Das Ziel der Medienpädagogik sollte also sein, die Jugendlichen zu einem kompetenten Umgang mit Medien auszubilden. Um dieses Ziel zu erreichen, muss ein lebensweltlicher Bezug hergestellt und an das vorhandene Wissen, die Kenntnisse und das Bedürfnis nach individuellen Ausdrucksformen der Jugendlichen angeknüpft werden.

Dafür werden qualifizierte und ausgebildete medienpädagogische Fachkräfte gefordert, die Medien als integralen Bestandteil alltäglichen Handelns anerkennen.

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