2. Das Projekt

Fit gegen rechts ist ein dreijähriges Modellprojekt (2007-2010), in dem wir neue Materialien für die Haupt- bzw. Sekundarschulen entwickeln zum Umgang mit Rassismus, Ausgrenzung und Gewalt. Gerade für SchülerInnen dieser Schulform fehlen Konzepte und Strategien, um angemessen reagieren zu können. Die meisten Angebote richten sich an Oberstufen oder Gymnasien. Konkret arbeiten wir an der Heinz-Brandt-Oberschule in Berlin-Weißensee und entwickeln mit dem Kollegium gemeinsam neue Strategien, Methoden und Unterrichtseinheiten. Am Anfang des Projekts stand eine sehr konzeptionelle theoretische Phase, in der wir die einzelnen Module für die Klassenstufen 7 bis 10 entwickelten.

Das Gesicht Zeigen! Pädagogenteam erprobte die einzelnen Module paritätisch mit den zuständigen Lehrkräften der jeweiligen Klassenstufen und wertete sie aus. Bis zum Ende der Projektlaufzeit werden wir eine Sammlung von Materialien und Methoden erarbeiten, die wir anderen Schulen und LehrerInnen zur Verfügung stellen können. In das Projekt fließen natürlich die langjährigen Erfahrungen von Gesicht Zeigen! aus verschiedenen Präventionsprojekten ein, das meiste entwickeln wir jedoch zielgruppen- und themenspezifisch. Bei der Arbeit holen wir die SchülerInnen da ab, wo sie stehen und arbeiten stark erfahrungs- und handlungsbetont. Einen Schwerpunkt bilden medienpädagogische Angebote. Dabei bauen wir zum einen auf kurzfristige Projekte, welche vom Lehrpersonal nach individuellem Ermessen und in Anlehnung an den Rahmenlehrplan unkompliziert genutzt werden können. Das Hauptaugenmerk liegt allerdings auf Strukturänderungen in der Unterrichtsgestaltung, welche dauerhaft etabliert werden sollen. Die Methoden sind so konzipiert, dass sie ohne großen zeitlichen und finanziellen Aufwand umgesetzt werden können.

Das vorliegende Modul beschreibt die Medienarbeit am Beispiel „Film“. Wir haben hier bewusst den Schwerpunkt auf die medienpädagogische Arbeit gelegt, weil sie für jeden Themenbereich im Unterricht einsetzbar ist. Vor allem Medienkritik und Medienanalyse eignen sich besonders für die Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg bei Ihrem Medienprojekt!